Ein weiterer Schwerpunkt ist die Abklärung der Histaminintoleranz (diese kann auch häufig sekundär sein durch einen Zink,Kupfer und B-6 Mangel. Die Histaminintoleranz ist ein Chamäleon und kann viele Symptome verursachen und viele Organsysteme betreffen. Häufig vergehen bis zur Diagnosestellung Jahre und nicht wenige psychiatrische Syndrome sind auf eine Histaminintoleranz zurückzuführen (Histadelie: Missempfindungen, Wahnvorstellungen, Zwangshandlungen, Störungen im Gedankenablauf, Geistesabwesenheit, abnorme Ängste, ständige suizidale Depression, rasches Ausbrechen in Tränen und Verwirrtheit können sämtlich auftreten und geschätzt 20 % der Patientin mit Schizophrenie). Bei der Histaminintoleranz kommt es u.a. auch regelhaft zu Beschwerden im Magen-Darm Bereich, zu Hauterkrankungen (z.B. Nesselsucht), Atemwegsproblemen (z.B. Asthma), Kopfschmerzen und Schwindel. Ich differenziere immer zwischen einer sekundären (reversiblen) und primären Form der Histamintoleranz. Bei der primären Form liegen genetische Veränderungen in den Histamin-abbauenden Enzymen vor (Diaminoxidase/DAO und/oder Histamin-N-Methyltransferase/HNMT). Hier ist eine lebenslange Histamin-arme bzw. freie Ernährung sinnvoll. Bei der sekundären Form liegt ein Mangel von Substraten vor (Coenzyme), die für ein reibungsloses Arbeiten der Diaminoxidase erforderlich sind. Dabei handelt es sich vorallem um Zink, Kupfer und Vitamin B-6. Unter einer Subsitution kann sich die Diaminoxidase Aktivität verbessern und auf eine lebenslange Histamin-freie Diät kann verzichtet werden.